Lebensqualität, Natur und Landschaft in Gefahr!

11 Windparks bedrohen Mensch, Wald und Natur im Wyland und im ländlichen Gebiet um Winterthur. Helfen Sie mit, die Natur und die Landschaft unseres Zuhauses zu bewahren.

Darum geht es

Die Baudirektion will im Kanton Zürich 18 «Eignungsgebiete» für industrielle Windpärke in den Richtplan eintragen lassen. Davon liegen 11 im Zürcher Weinland und im ländlichen Gebiet um Winterthur. Fast alle Windturbinen sollen im Wald stehen. Für jeden Windpark müssten viele Hektaren Wald gerodet werden.

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So sollen im Weinland und um Winterthur 43 gigantische Windturbinen von 220 bis 265 m Höhe möglichst schnell gebaut werden.

Eignungsgebiete Wyland & Winterthur im Antrag des Regierungsrats vom Nov. 2025 für den Richtplan-Eintrag an den Kantonsrat

Gebietsnamen und Gemeinden
1. Cholfirst Trüllikon Laufen-Uhwiesen, Benken
3. Stammerberg Stammheim
4. Kleinandelfingen Kleinandelfingen, Ossingen, Marthalen
5. Schwerzenberg Volken, Dorf, Andelfingen
6. Bergbuck Dorf, Neftenbach, Humlikon, Henggart
9. Berenberg Winterthur
11. Thalheim Thalheim a.d.Th., Altikon
12. Berg (Dägerlen) Dägerlen, Dinhard, Thalheim a.d.Th., Adlikon
13. Rickenbach (Oberholz) Rickenbach, Altikon, Ellikon a.d.Th., Wiesendangen
14. Eschberg Winterthur, Seuzach, Dinhard
15. Zünikon Wiesendangen, Hagenbuch, Elgg, Elsau

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Die roten Gebiete waren in den Auflageplänen vom Juni 2024 enthalten und wurden im Antrag des Regierungsrats vom November 2025 an den Kantonsrat gestrichen. Das Weinland und die Gegend um Winterthur sind massiv stärker betroffen als der Rest des Kantons. Insgesamt sind bei uns (Weinland und Umgebung Winterthur) elf Windparks mit 43 Turbinen geplant.

Bis 265 m gigantisch hohe Windturbinen würden in den Himmel ragen und das Landschaftsbild verschandeln.

Durch Lärm und Industrialisierung würden Immobilien in der Nähe von gigantisch hohen Windturbinen beträchtlich an Wert verlieren.

Sehr viele Fledermäuse und Vögel, insbesondere auch Greifvögel, würden durch die Rotorklingen Jahr für Jahr getötet.

Gemeinden sollen entrechtet werden:  Sie müssten den Bau von Windpärken einfach hinnehmen.

Fast alle Windturbinen sind in Wäldern geplant. Massive Waldrodungen wären die Folge.

Windpark-Investoren sollen private und Gemeinden rasch und einfach enteignen können.

Gigantische Windenergieanlagen bis 265 Meter Höhe

Windenergieanlagen mit einem Rotordurchmesser von 160 m und einer Höhe von 220 bis 265 Metern werden das Landschaftsbild stark verändern und grossräumig verschandeln.

Windturbinen verursachen Lärm. Selbst wenn die gesetzlichen Lärmgrenzwerte eingehalten werden, können Lärmemissionen und Infraschall in mehr als einem Kilometer Distanz wahrgenommen werden. Lärmspezialisten von Cercle Bruit schreiben zum Lärm von Windturbinen: „Die Geräusche werden als pulsierendes Rauschen wahrgenommen. Die rhythmische Wiederholung des Geräusches wird als extrem störend empfunden. Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind nicht ausgeschlossen, Studienergebnisse dazu sind inkonsistent.“

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Menschen nehmen Lärmemissionen von Windturbinen unterschiedlich wahr. Lärmempfindsame Menschen fühlen sich durch den Lärm von Windturbinen stark beeinträchtigt. Sie müssen vor dem für sie unangenehmen Geräusch geschützt werden.

Drehende Rotoren verursachen eine dauernde Unruhe im Sichtfeld, und Schattenwurf und Stroboskopeffekt lassen Menschen in Verzweiflung geraten.

Alle 11 Eignungsgebiete liegen im Wald und jede der 43 Windturbinen…

vernichtet mindestens 10`000 Quadratmeter über viele Jahrhunderte gewachsenen Waldboden mit der gesamten, angestammten Flora und Fauna.

Vor 150 Jahren schufen unsere Vorfahren das erste Waldgesetz mit einem strengen Rodungsverbot. Ein Meisterstück der Nachhaltigkeit, das nun unsinnigerweise dem Klimaschutz geopfert werden soll.

Mehr erfahren…

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Diese Fotos stammen von der  Windradbaustelle bei Schapbach auf dem Kupferberg, 50 km nördlich von Schaffhausen (Deutschland; Aufnahme Juli 2024). 

Wertverlust für Immobilien

Immobilienexperten stellen fest: Wohnhäuser im Einwirkungsbereich von Windturbinen verlieren, je nach Abstand, beträchtlich an Wert. Weil das geltende Recht für solche Vermögensschäden keine Handhabe bietet, können weder der Staat noch die Windpark-Investoren zur Rechenschaft gezogen werden. 

Tatsächlich reicht der erzeugte Strom der geplanten Windenergieanlagen (735 GWh/a) im Kanton Zürich bis 2050 …

nur aus, um einen Fünfhundertstel der schweizweiten Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bedingt aber, dass der aus fossilen Energien erzeugte Strom mit erneuerbaren Energieträgern ersetzt wird und nicht im ausufernden Konsum der Menschen versickert.


zur Figur:

Der Gesamtenergieverbrauch der Schweiz (Verbrauch im Inland + Graue Energie, s. unten) beträgt rund 650 Terawatt-Stunden pro Jahr (TWh/a). Der geplante Windenergie-Vollausbau im Kt. ZH (über 100 Turbinen bis zum Jahr 2050) würde 0.73 TWh/a an Strom liefern.

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Gemäss BAFU verursacht der Schweizer Durchschnittshaushalt etwa einen Drittel der CO2-Emissionen durch Energie-Verbrauch im Inland (Strom, Heizöl, Gas, Kraftstoffe) und zwei Drittel  (68%) durch Verbrauch von Grauer Energie. Graue Energie ist die Energie, die im Ausland verbraucht wird, um die Güter herzustellen, die wir in die Schweiz importieren, etwa Kleider, Autos, Baustoffe, Elektronik, Lebensmittel (Quellen: BAFU, Wegweiser Klimastrategie Fragen und Antworten, Bern 2022, S. 3; Gesamtenergiestatistik BFE).

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Diese Verhältnisse zeigen, dass das Klima mit Windstrom nicht gerettet werden kann. Tatsächlich anzusetzen ist beim Verbrauch von Grauer Energie, der Verbesserung der Energieeffizienz und Vermeidung von unnötigem Verbrauch. Geht es um Strom-Mehrproduktion sind Photovoltaikanlagen auf Dächern und Infrastrukturen sinnvoll und bewirken die geringsten ökologischen Schäden.

Fledermäusen und Vögeln…

droht an den Rotorklingen, die an den Spitzen eine Geschwindigkeit bis 390 kmh erreichen, der massenhafte Tod. Besonders gefährdet sind Fledermäuse, weil sie pro Jahr nur ein Junges aufziehen und über 20 Jahre alt werden. Stirbt auch nur ein Tier, fallen Generationen von Fledermausnachkommen aus. In Deutschland gehen die Populationen des Grossen und Kleinen Abendseglers sowie der Rauhautfledermaus bereits zurück (Gutachten von Dr. Martin Weggler in Publikationen, dort Kap. 5.1.2). Hinzu kommt, dass 90% der Fledermäuse nicht durch die Rotoren erschlagen werden und sofort tot sind, sondern aufgrund explosiver Druckwellen in Rotornähe ein Barotrauma, erleiden, bei dem ihre Lungen platzen. Sie leben danach oft noch Stunden und verenden qualvoll. Windenergie schafft auch grosses Tierleid. Bei Turbinen auf dem offenen Meer (Off-shore) ist das Problem kleiner, aber die Schweiz ist ein Binnenland.

Dieses Bild zeigt die gefährdete Zweifarbfledermaus. Sie fliegt regelmässig 80 m über dem Boden und oft auch höher. Dort wird sie von den rasenden Rotoren der Windturbinen erschlagen oder erleidet ein Barotrauma. Quelle igwog.ch (Fleder-mäuse)

Auch bei den Vögeln können die Opferzahlen beträchtlich sein: So fand ein Experte der Vogelwarte an nur zwei Tagen im Juni 2022
86 erschlagene Vögel im Windpark Gotthard. Unter den erschlagenen Tieren fanden sich auch gefährdete Arten, wie Wachtel, Wiesenschafstelze, Gelbspötter, Waldlaubsänger, Fitis und Neuntöter.

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Befürworter von Windturbinen bringen gelegentlich vor, Katzen würden mehr Vögel töten als eine Windenergieanlage. Der Vergleich hinkt jedoch: Katzen fressen häufige Kleinvögel im Siedlungsraum wie Spatzen, Kohlmeisen oder Buchfinken. Demgegenüber töten Windturbinen andere, oft seltene und gefährdete Arten (vgl. oben), insbesondere auch Grossvögel wie Greifvögel, Störche oder Eulen, die nicht Opfer von Katzen werden.

Auch neun Grauschnäpper mussten im Windpark Gotthard ihr zartes Leben für die menschliche Stromversorgung hergeben. Quelle: igwow.ch