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Gehirnwäsche mit den Berner Kraftwerken (BKW)
März 2025
Unter dem Slogan «Wir machen Lebensräume lebenswert» propagiert die BKW tatsächlich das Aufstellen von Windrädern in der schönen Landschaft. Dazu hat sie ein YouTube-Filmchen mit einem Ski-Sternchen aufgeschaltet.
Leider sieht man nicht, welche PR-Agentur diesen Hokuspokus erfunden hat. Klar ist die Strategie: Die faktenfreie, den wirtschaftlichen Interessen der BKW dienende Behauptung wird ständig wiederholt. So soll das tumbe Volk die Behauptung schliesslich als selbstverständliche und allgemein bekannte Tatsache empfinden. PR-Fachleute nennen diese Strategie «ad nauseam» (bis zum Erbrechen).

Solothurner Volk will keine Entmachtung der Gemeinden bei Windanlagen
Am Sonntag, 9. Februar 2025, fand im Kanton Solothurn die Volksabstimmung zu einem neuen Energiegesetz statt. Umstritten war (nebst anderem) der neue § 9 Absatz 2:
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«In den im Richtplan festgehaltenen Eignungsgebieten ist bei Wind- und Solaranlagen die zuständige kantonale Behörde die Planungs- beziehungsweise Baubewilligungsbehörde unter zwingender Berücksichtigung der Anliegen der betroffenen Gemeinden.»
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Damit wollte der Kanton die Gemeinden bei Entscheidungen zu Wind- und Solaranlagen entmachten. Das ist nun schief gegangen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnten das Energiegesetz mit 57 % Nein gegen 43 % Ja ab. Im Bezirk Thal, wo mitten in der Natur ein hässlicher Windpark geplant ist, sagten sogar 72 % Nein. Da nützte nicht einmal das Zugeständnis, dass Anliegen der Gemeinden «zwingend» berücksichtigt würden. In der Realität sind solche Klauseln auch wenig wert.
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Im Kanton Zürich laufen ähnliche Bestrebungen zur Entmachtung der Gemeinden. Diesen steht heute die raumplanungsrechtliche Hoheit bei Nutzungszonen für Windräder zu. Jedenfalls im negativen Sinn, dass nach dem geltenden Recht keine Gemeinde verpflichtet werden kann, eine solche Zone zu schaffen. Hier will die Baudirektion die Gemeinden entmachten (geplante Revision Energiegesetz). Ob sie aus der Volksabstimmung im Kanton Solothurn lernt?
Freie Landschaft Schweiz erhält Verbandsbeschwerderecht auf Bundesebene
Der Verein Freie Landschaft Schweiz (FLCH) engagiert sich seit über 10 Jahren für den Schutz von Landschaft und Natur. Da diese kulturellen und ökologischen Werte derzeit vor allem von Windturbinen bedroht werden, übt FLCH pointierte Kritik an den ausufernden Plänen zur Überbauung der vielenorts (noch) schönen Schweiz mit tausenden Windturbinen. Das gefällt nicht allen.
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Trotzdem hat der Bundesrat nun an FLCH das Verbandsbeschwerderecht auf nationaler Ebene erteilt. Dieses dient dazu, der wehrlosen Natur eine Stimme zu geben. Etwa den unschuldigen Vögeln, die von Rotorklingen zerfetzt werden, oder den Fledermäusen, denen die Lungen platzen, wenn sie in die Nähe eines Rotors geraten. Auch der Schutz einer schönen Landschaft ist ein zulässiger Beschwerdegrund.
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Gegen die Erteilung des Verbandsbeschwerderechts an FLCH gab es wüsten Widerstand, vorab von jenen, die mit Windenergie Geld machen oder Bundesbeiträge (auch bekannt als Steuergeld) beziehen möchten. Allen voran Suisse Eole, die eine Flut von wirren Behauptungen ausschüttete und insbesondere Mitglieder des FLCH-Komitees verdächtigte, nur da zu sein, um ihre eigenen privaten Interessen zu verteidigen. Die Leute von Suisse Eole sollten selbstkritisch in den Spiegel schauen. Die Schamesröte ihrer Köpfe würde den Himmel erleuchten!
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Letztlich hat alles nichts genützt, denn die Rechtslage ist klar: FLCH erfüllt die Voraussetzungen für das Verbandsbeschwerderecht. Immerhin haben dies auch die meisten Kantone so beurteilt, namentlich auch der Kanton Zürich. (veröffentlicht 6.12.2024)

Das Volk von Thundorf lehnt den Windpark im Wellenbergwald wuchtig ab – Schlappe für die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ)
Im schönen Wellenbergwald in der beschaulichen Gemeinde Thundorf planen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) einen Windpark mit den europaweit grössten Festlandturbinen (Höhe 260 Meter). In einem intensiven Abstimmungskampf wollte die EKZ der Bevölkerung den Windpark mit einem Geldsegen für die Gemeindekasse schmackhaft machen. Die Rede ist von einer halben Million Franken pro Jahr.
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Es hat nichts genützt. Am Sonntag, 24. November 2024, hat das Volk von Thundorf den Windpark im Wellenbergwald mit 544 (63%) Nein gegenüber 320 Ja (37%) sehr klar abgelehnt.
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Dabei ausschlaggebend war insbesondere, dass der Windpark im Wald geplant war. Dies, obwohl das Bundesamt für Energie (BFE) berechnete, dass in der Schweiz ausserhalb von Wäldern genügend Standorte bestehen, um 14.7 TWh/a (2’000 bis 3’000 Turbinen) zu erzeugen. Dies ist ein Vielfaches davon, was im ganzen Land geplant ist. Wir sind der Meinung, dass Windpärke in der Schweiz wegen schwachem Wind und massiven «Nebenwirkungen» auf Mensch und Natur nicht sinnvoll sind. Komplett unnötig sind sie aber in unseren Wäldern. Die EKZ täte besser daran, wenigstens auf Projekte in Wäldern zu verzichten. (veröffentlicht 24.11.2024)

Betrieb von Geräten und Anlagen ohne Nutzen: der sichtbarste Teil der Energieverschwendung in der Schweiz
Als «Betrieb ohne Nutzen» gilt der Betriebszustand von Verbrauchsanlagen und -geräten, bei dem der Energieverbrauch in einem deutlichen Missverhältnis zum erwarteten Nutzen steht, z.B. brennendes Licht oder eingeschaltete Lüftung ohne Anwesenheit von Personen oder leerlaufende Förderbänder. Dadurch wird unnötig Energie verbraucht. Aktuell schätzt das Bundesamt für Energie (BFE) diesen Energieverlust in den Sektoren Haushalte, Dienstleistungen und Industrie für das Jahr 2023 auf 6 bis 7 TWh (gesamte Schweiz).
Um diese unnötige Energieverschwendung zu «decken», müssten 1’000 bis 1’500 Windräder von über 200 m Höhe in Wälder, Wiesen und Felder gebaut werden. (veröffentlicht 15.11.2024)

Suisse Eole verharmlost die Gefährdung des Rotmilans durch Windturbinen
Suisse Eole (Seo) ist ein Verein zur Förderung der Windenergie in der Schweiz. Er finanziert einen grossen Teil seiner Tätigkeiten mit Bundesgeld. Allein zwischen 2001 und 2017 bezahlte ihm das Bundesamt für Energie sieben Millionen Franken für «Kommunikation», sprich: politisches Lobbying. SEo verbreitet immer mal wieder gern Behauptungen zur angeblichen Harmlosigkeit von Windturbinen für Vögel. Dieses Mal zu den Todesursachen des Rotmilans, wo SEo auf seiner Website schreibt:
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«Windenergie ist keine massgebliche Gefahr für den Rotmilan»
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SEo leitet diese Behauptung daraus ab, dass in einem Monitoringprojekt mit telemetrierten Rotmilanen (Funksender an Flügel) in Deutschland «nur»
8.3 % der Todesfälle durch Windturbinen verursacht wurden. Diese Zahl mag im ersten Anblick klein erscheinen. Wird sie aber auf die Populationsentwicklung bezogen, ist die Erhöhung der Mortalität um 8.3 % durch Windturbinen dramatisch. Letztlich sagt die Zahl aber wenig aus, weil sie einen Durchschnitt über das ganze Land (Deutschland) angibt und nicht unterschieden wird, ob die tot aufgefundenen Rotmilane in einem Gebiet mit vielen, wenigen oder gar keinen Windturbinen lebten.
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Viel aussagekräftiger sind die Daten, welche die «Fachgruppe Rotmilan der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft» erhob. Diese untersuchte die Todesursachen im Zusammenhang mit der Dichte von Windenergieanlagen im 5 km-Radius zum Ort, wo die Vögel beringt wurden. Dabei ergab sich, dass gegen 40 % der Todesfälle durch Windturbinen verursacht wurden. Es bedarf keiner weiteren Erklärung, dass diese hohe Todesrate den Rotmilan in Windparkgebieten ausrottet.
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Dieses Szenario droht auch in der Schweiz, insbesondere im Kanton Zürich und im Zürcher Weinland, wo praktisch kein Standort für Windparks gefunden werden kann, der mehr als 5 km von einem Rotmilan-Horst entfernt liegt. Die Populationsdichte ist bei uns viel höher als zum Beispiel in Ostdeutschland mit seinen hunderten Turbinen. Jeder, der das nicht glaubt, sollte einmal persönlich nach Brandenburg oder Sachsen-Anhalt reisen und dort ausprobieren, wie viele Rotmilane er an einem schönen Tag finden kann. Mit Glück wird er (nebst unzähligen Windturbinen) noch einzelne finden. Bei uns hingegen ist der elegante Greifvogel allgegenwärtig. Aber wie lange noch? (veröffentlicht 3.11.2024)


Still stehende Windräder brauchen Strom
Erstmals wurde abgeschätzt, wie viel Strom still stehende Windräder für die Elektronik, Beleuchtung, Blattheizung usw. brauchen. Zwar produzieren sie insgesamt viel mehr, als sie verbrauchen. Stehen aber viele Windräder still, zum Beispiel bei einer Windflaute, kann sich der Verbrauch rasch zu einer grossen Menge summieren. In der Nacht oder bei Bewölkung kann dieser Verbrauch nicht mit Solarstrom gedeckt werden. Woher der Strom dann kommt, wird im Beitrag untersucht. (veröffentlicht 20.10.2024)
Spiegel TV
Bau von Windenergieanlagen im nordhessischen Reinhardswald. Ein Kettensägen-Massaker für den Klimaschutz!
Der nordhessische Reinhardswald im Weserbergland bei Kassel gehört mit 20.000 Hektar Größe zu den größten, in sich geschlossenen Waldgebieten in Hessen. Als Heimat vieler Sagen, Legenden und Märchen der Gebrüder Grimm ist er auch überregional bekannt. (veröffentlicht 5.10.2024)