Das neue Rechenzentrum in Beringen verbraucht 14mal so viel Strom, wie der geplante Windpark Chroobach produzieren würde  

Auch in unserem Nachbarkanton Schaffhausen plagen sich die Leute mit Windpark-Vorhaben. Konkret geplant ist derzeit allerdings nur eines: Der Windpark Chroobach inmitten eines prächtigen Waldes nördlich von Stein am Rhein.

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Vier riesige Turbinen mit 140 Meter Rotordurchmesser will die Elektrizitätswerke Schaffhausen AG dort aufstellen – tatkräftig unterstützt vom Kanton, der in diesem Stück gleich mehrere Hüte trägt: Er ist Hauptaktionär, er beurteilt den Umweltverträglichkeitsbericht und er erteilt die Bau- und Rodungsbewilligung. Jetzt bloss nicht an Filz denken; der dreifache Hut des Kantons ist reiner Zufall.

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Der skeptischen Bevölkerung vor Ort wird der Windpark mit dem Argument schmackhaft gemacht, auch Schaffhausen brauche halt erneuerbaren Strom. Das klingt gut – und wäre noch überzeugender, hätte derselbe Kanton nicht in Beringen ein Rechenzentrum mit einem Jahresverbrauch von 350 Gigawattstunden (GWh) bewilligt. Das ist, muss man wissen, die 14-fache Strommenge, die der Chroobach mit seinen rund 25 GWh pro Jahr liefern könnte. Vier Windräder für das gute Gewissen, ein Rechenzentrum für den vierzehnfachen Verbrauch.

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Dass das kantonseigene Elektrizitätswerk dem Rechenzentrum den Strom verkaufen kann, ist selbstverständlich auch nur Zufall. Was denn sonst.